Mann und Frau gehen mit einem Fahrrad, im Hintergrund parken Autos

Grüne Vision

Verkehrsentlastung in der Donaustadt

Ein großer Teil der Donaustädter:innen leidet unter Stau, Lärm und Abgasen. Die effektivsten Maßnahmen dagegen sind die Wiedererrichtung sowie der Neubau von Linien im Öffentlichen Verkehr und der Ausbau des Radwegenetzes.

SCHNELL. SICHER. SAUBER

Mit diesen Maßnahmen wird der Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr oder das Fahrrad für viele Wege in der Donaustadt, in den Nachbarbezirk Floridsdorf und über die Donau attraktiv. Dann braucht es keine großflächige Versiegelung durch neue, teure Hochleistungsstraßen und keinen Tunnel unter dem Naturschutzgebiet Lobau.

Grünes Verkehrskonzept für die Donaustadt 2025, neue Bus-, Straßenbahn- und S-Bahn-Verbindungen.Text: Der Grüne Vorschlag: Schnellverbindungen Donaustadt 2025. Schnelle Mobilität für den täglichen Arbeitsweg. Direktverbindungen in alle Flächenbezirke und das Umland. Bestehende Infrastruktur wird ausgebaut und wiederbelebt.

Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, ist auch eine Verkehrsberuhigung in den alten Donaustädter Ortskernen Hirschstetten, Stadlau, Aspern und Essling möglich. Dann wird es auch dort mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen geben. Und weniger Abgase und Lärm für die Wohnbevölkerung.

Unsere konkreten Vorschläge:

1. Express-buslinien

Schnell umgesetzt

Die Donaustadt eignet sich aufgrund der großen Fläche optimal für den Betrieb von Expressbuslinien. Diese Linien halten nur an wichtigen Knoten und ermöglichen schnell durch die Donaustadt bzw. nach Floridsdorf zu kommen.

Der Einsatz von Expressbuslinien ist innerhalb eines Jahres umsetzbar!

Grüne Alternative - Schnellverbindungen 2022
Expressbuslinien 2022

Expressbuslinien in der Donaustadt und nach Floridsdorf

  • 22E: von der S-Bahn und U2-Station Stadlau über die U2 Donaustadtbrücke und U1 Kaisermühlen zur U6-Station Neue Donau
  • 26E: von Großjedlersdorf über die Stationen Siemensstraße, Aderklaaer Straße, Rautenweg (ab 2025) und Breitenlee Ort bis Hausfeldstraße
  • 27E (ab 2025): von der Invalidensiedlung über Neuessling, über die Station Telephonweg und den Ortskern von Essling nach Groß-Enzersdorf
  • 28E: vom Bahnhof Süßenbrunn über Breitenlee und die Station Hausfeldstraße zur Station Aspernstraße
Grüne Alternative - S-Bahn-Ring 2025
Schnellverbindungen 2025

2. Straßen-bahnen

Angekündigte und neue Linien

Angekündigte Linien

  • Verlängerung der Linie 25 bis Aspern Nord über Siegesplatz und durch die Seestadt
  • Neue Linie 27, die vom Kagraner Platz bis zur Prinzgasse auf der Strecke der Linie 26 fährt, dann über Berresgasse und Am Heidjöchl bis Aspern Nord auf einer neuen Strecke

Zusätzliche Linien zur Entlastung

  • Linie 22 als Ersatz für den Bus 26A auf der gleichen Strecke von Kagran nach GroßEnzersdorf, die Linie bekommt somit mehr Kapazität.
  • Linie 28 von Floridsdorf über die Strecke des 31A und ab dem Kagraner Platz wie der 24A nach Neußling. So bekommen zwei gut ausgelastete Buslinien mehr Kapazität und der Umstieg am Kagraner Platz entfällt.

3. S-Bahn

Viergleisiger Ausbau der Ostbahnbrücke

Mit dem viergleisigen Ausbau der Ostbahnbrücke wird ein Nadelöhr beseitigt, dadurch ist ein dichteres Zugintervall möglich. Dafür sind bereits Flächen im Flächenwidmungsplan freigehalten.

Die folgenden Vorschläge zur S-Bahn lassen sich mit dem vorhandenen Gleisnetz der ÖBB in Wien bzw. der Donaustadt umsetzen.

Grüne Alternative - S-Bahn-Ring 2025
S-Bahn Ring 2025

 

Verlängerung der S80 und Station Telephonweg

Nach dem zweigleisigen Ausbau und der Elektrifizierung der Marchegger Ostbahn können ab 2025 alle S80 Züge bis Raasdorf und die Hälfte der S80 Züge bis nach Marchegg verlängert werden. Damit wird für Pendler*innen aus dem Marchfeld ein Zusatzangebot zum jetzt nur stündlich verkehrenden R81 geschaffen, der in Wien nicht an allen Haltestellen hält.

Neben der Wiedererrichtung der Station Hausfeldstraße ist die zusätzliche Station Telephonweg sinnvoll, die durch einen Expressbus mit Neuessling bzw. EsslingGroß-Enzersdorf verbunden wird.

Zweite Stammstrecke nach Leopoldau, Gänserndorf und Laa an der Thaya

Bis ins Jahr 2010 gab es eine direkte Verbindung zwischen Stadlau und Leopoldau, deren Trasse derzeit nur von Güter- und Fernverkehrszügen benutzt wird.

Wir fordern S-Bahn Linien vom Hauptbahnhof über Stadlau und Erzherzog-Karl-Straße bis

  • Leopoldau (S8)
  • Süßenbrunn und weiter nach Gänserndorf (S10)
  • Gerasdorf und weiter bis nach Laa an der Thaya (S11)

Im Zuge dessen sollen die aufgelassene Station Lobau wiedererrichtet und die neuen Stationen Gewerbepark Stadlau und Rautenweg gebaut werden, sowie die noch existierenden Bahnsteige 1 und 2 bei der Erzherzog-Karl-Straße wieder in Betrieb genommen werden.

Diese Verbindungen bedeuten mit der Schaffung einer zweiten Stammstrecke durch die Donaustadt und Simmering folgende Verbesserungen:

  • neue Direktverbindungen mit weniger Umstiegen für Pendler*innen aus der Region Gänserndorf und Mistelbach
  • Entlastung der Stammstrecke und der U1, U2 und U3, der Straßenbahnlinien 25 und 26, sowie der Buslinien 11A und 11B

S-Bahn-Ring

Um Pendler*innen auch aus dem Wiener Umland einen Anschluss an das U-Bahn- und Straßenbahnnetz zu bieten, ist der zweigleisige Ausbau eines S-Bahn-Rings die effektivste Maßnahme für ganz Wien.

Verlauf des Ringes: S45-Station Handelskai über Donauländebahn entlang des Handelskais bis Hafen Wien, dann nach Kaiserebersdorf in Simmering; weiter zur U1-Station Oberlaa und Neulaa, danach zur Badner Bahn Station Gutheil-Schoder-Gasse, an der Station Meidling vorbei (ohne Halt) bis zur Station Speising; dann nach Hütteldorf und schließlich auf der Vorortelinie (S45) zurück zur Station Handelskai

Das ermöglicht:

  • Neue Umstiegsmöglichkeiten: Reichsbrücke, Donaumarina, Praterkai, Oberlaa, Neulaa, GutheilSchoderGasse
  • neue Direktverbindungen und schnellere Umstiegsmöglichkeiten
  • Entlastung einiger Streckenabschnitte und Haltestellen des bestehenden Netzes wie z.B. der Stammstrecke zwischen Handelskai und Praterstern und der U1 zwischen Vorgartenstraße und Praterstern.
Konzept für Radschnellverbindungen der Grünen Donaustadt. Text: Das Grüne Netz - Radschnellwege für die Donaustadt. Sechs Querverbindungen zur CO2-freien Erschließung des gesamten Bezirks. Baulich getrennte, sichere Radwege. Abstellplätze bei allen Freizeiteinrichtungen, S-Bahn- und U-Bahn-Stationen. Radschnellwege: Reichsbrücke - Deutsch-Wagram. Langenzersdorf - Großenzersdorf. Praterbrücke - Rautenweg. Donauinsel - Bahnhof Gerasdorf. Prager Straße - Neuessling. Esslinger Furt - Invalidensiedlung.
Radschnellverbindungen für die Donaustadt

4. Rad-schnellwege

das grüne netz

Radschnellwege sind durchgehende, direkte und breite Straßen für Fahrräder mit sicheren Kreuzungen und baulicher Trennung vom motorisierten Verkehr sowie von Fußgänger*innen. Vielen Menschen ist es zu gefährlich mit Autos auf der gleichen Straße zu fahren oder zu umständlich auf den derzeit lückenhaften Radwegen zum Ziel zu finden. Radschnellwege sind ein wichtiger Anreiz, um auf das Fahrrad umzusteigen.

Wir fordern deshalb folgende Radschnellverbindungen:

 

Reichsbrücke – Wagramer Straße – DeutschWagram

  • Langenzersdorf – Prager Straße – Katsushitastraße – Angyalföldstraße – Siebeckstraße – Donaustadtstraße – Erzherzog-Karl-Straße – Siegesplatz – Groß-Enzersdorfer-Straße – Eßlinger Hauptstraße –Groß Enzersdorf.
  • Praterbrücke – Kaisermühlenstraße – Stadlauer Straße – Süßenbrunner Straße – Rautenweg
  • Donauinsel – Steinspornbrücke – Biberhaufenweg – Hausfeldstraße – Oleandergasse – Friedhofsweg – Bettelheimstraße – Bahnhof Gerasdorf
  • Prager Straße – Donaufelder Straße – Kagraner Platz – Breitenleer Straße – Neuessling
  • Esslinger Furt – Kirschenallee – Telephonweg – Invalidensiedlung
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