Gespart zulasten der Kinder
Schaut man aus der Perspektive der Kinder auf die Budgetkürzungen der Stadt / des Bezirks zeigt sich – viele der gestrichenen Projekte und Investitionen gehen auf Kosten der Jüngsten. Der Bezirk spart bei Kindern.
Spielplatz Forstnergasse/Pogrelzstraße
Es geht hier zum Beispiel um eine weitere Verzögerung der Errichtung eines Spielplatzes Ecke Forstnergasse/Pogrelzstraße. Seit mehreren Jahren hat die Stadt Wien den Bau angekündigt. In den letzten Jahren wurden hier auch neue Wohnhausanlagen im Gebiet Pogrelzstraße/Leopold-Kohr-Straße/Marlen-Haushofer-Weg errichtet, wo nun viele Kinder wohnen. Diese warten bisher vergeblich! Bereits 2025 haben wir als Grüne Donaustadt einen Antrag gestellt, welcher die zügige Errichtung des Spielplatzes fordert. Nach einer aktuellen Auskunft der Stadt wird der Bau aufgrund fehlender budgetärer Mittel noch weiter aufgeschoben. Das Magistrat verweist auf eine alternative Nutzung des Ladinigparks/Ernst-Paul-Zimper Parks. Der ist aber mit 15 Minuten Fußweg viel zu weit entfernt ist. Die Kinder aus dem Grätzl sehnen sich nach einem leicht erreichbaren Spielplatz.
Neubau Mira-Lobe-Weg 4
Ebenso hat die Stadtregierung den Neubau des Schulgebäudes am Mira-Lobe-Weg 4 auf unbestimmte Zeit verschoben. Für die Kinder und das Lehrpersonal heißt das unter anderem, in einem alten Schulgebäude in den Hitzewellen weiter schwitzen zu müssen. Nachdem der Neubau 2024 im Gemeinderat genehmigt und 2026 sogar die öffentliche Auflage dafür abgeschlossen wurde, hat die Stadt Wien das Projekt jetzt aufgrund fehlender budgetärer Mittel gestoppt. Auf eine Anfrage der Grünen Donaustadt heißt es: „Aufgrund der aktuellen budgetären Rahmenbedingungen muss jedoch die Finanzierung des Projektes erneut abgeklärt werden.“ Der Neubau hatte laut Magistrat auch „eine Klassenmehrung, die Umstellung auf schulische Tagesbetreuung und eine barrierefreie Nutzung des gesamten Schulgebäudes“ zum Ziel. All dies kann den vielen Kindern der nahegelegenen Rennbahnwegsiedlung nun nicht ermöglicht werden. Lies hier mehr dazu.
Öffentliches Bad Seestadt
Für die Seestadt hatte die Stadt Wien den Bau eines komplett neuen öffentlichen Bades in den Jahren 2027 und 2028 geplant. Wie die Stadt Wien nun bekannt gab, wird auch dieses Projekt aufgrund von „Budgetkonsolidierung“ nicht realisiert. Wieder sehr bedauerlich, vor allem aus Sicht der Kinder und Jugendlichen der Donaustadt. In unserem Bezirk gibt es kaum mehr öffentliche Hallenbäder. Das „nächstgelegene“ Donaustädter Bad ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 45 Minuten entfernt.
„Für den Bau der Stadtstraße gibt die Stadt Wien mehr als 500 Mio. Euro aus. Doch dringend notwendige Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität unserer Kinder fallen den Budgetkürzungen zum Opfer!“
Helene Dearing Bezirksrätin, Entwicklungskommission Mentorin