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am 28. Februar 2015

Mehr Öffis, mehr Schulen - Donaustadt, das neue Wien!

- Dieser Beitrag erschien im Februar 2015 im Rahmen der dbz-Diskussionsrunde. Die Themenvorgabe kam von der SPÖ.

Die SPÖ fordert also mehr Mittel für Öffis und Schulen. Aber von wem? Von sich selbst? Seit es den Bezirk Donaustadt gibt, stellt die SPÖ den Bezirksvorsteher.

Seit 25 Jahren unterrichte ich mit Freude an einem Gymnasium in der Donaustadt. Weniger Freude habe ich jedes Jahr mit der Enttäuschung der Eltern nach der Einschreibewoche, wenn es für ihre Kinder keine Plätze mehr bei uns gibt. Da wird mir immer bewusst, was für ein Hohn das Gerede von ÖVP und FPÖ über „Wahlfreiheit“ eigentlich ist, solange ein eklatanter Mangel an Ganztagsplätzen vor allem in den Volkschulen besteht. Welche „Wahl“ sollen Eltern und SchülerInnen bei dem geringen Angebot haben? Der weiter steigende Druck auf Kindergärten und Schulen in unserem Bezirk führt zu überfüllten Kindergruppen und Klassen. Kleinere Gruppen und Klassen kosten halt Geld. In den Pflichtschulen sind DirektorInnen ihre eigenen SekretärInnen, ist eigentlich unglaublich, oder?

Was die Unterversorgung der Öffis betrifft, könnte sie auch mal bei ihrer Stadträtin Renate Brauner nachfragen. Seit Jahren fordern wir eine Straßenbahn nach Groß Enzersdorf, dichtere S-Bahn-Intervalle statt Auflösung von Stationen und ein Parkpickerl für die vom Autoverkehr überlasteten Grätzel. Nur so schaffen wir es, den vom Stau geplagten Menschen zu helfen. Wir freuen uns, wenn wir von der SPÖ bei diesen Anliegen endlich unterstützt werden! Schön finden wir es auch, wenn die SPÖ endlich erkennt, dass statt Millionen für den Förderdschungel, sinnlose Autobahnprojekte und Inserate in Gratiszeitungen das Geld in unsere Öffis, Kindergärten und Schulen fließen soll. Arbeiten wir gemeinsam an besseren Chancen für unsere Kinder und einer lebenswerten Donaustadt!