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am 30. November 2017

Berresgasse: Wohnbau mit Konzept

Barbara Boll - Dieser Beitrag erschien im Dezember 2017 im Rahmen der dbz-Diskussionsrunde. Die Themenvorgabe kam von den NEOS.

Originaltitel der dbz:
Wohnbau ohne Konzept: Soll mit der Berresgasse praktisch eine 2. Seestadt durch die Hintertür errichtet werden, obwohl jegliche Infrastrukturkonzepte (Verkehr, Freizeit, etc.) fehlen?

Zugegeben: die ursprüngliche Themenvorgabe der NEOS „Wohnbau ohne Konzept: Eine 2. Seestadt soll durch die Hintertür errichtet werden“ gab einige Rätsel auf. Später folgt die Auflösung, die Berresgasse war gemeint. Aber versuchen wir einmal ihren verworrenen Gedankengängen auf die Spur zu kommen.


Die Berresgasse füllt eine Lücke in bebautem und erschlossenem Gebiet aus, wurde autofrei konzipiert (Müllabfuhr und Einsatzfahrzeuge ausgenommen) und wird auch in der Endausbaustufe nur einen Bruchteil der Seestadtbevölkerung aufnehmen. Sie wird zuerst durch verstärkten Busverkehr an die U-Bahn angeschlossen, später durch eine weitere Straßenbahn. Die BewohnerInnen finden Freiflächen direkt vor ihrer Haustüre, einen 60 Meter breiten Grünstreifen zwischen alter und neuer Bebauung und über die Hirschstettner Hauptallee eine direkte Anbindung zur Seestadt und dem Norbert Scheed-Wald vor.

Die Seestadt hingegen ist um ein Vielfaches größer, wurde mitten in unerschlossenes Gebiet gebaut und bedeutete einen gewaltigen Infrastrukturschub für die gesamte Donaustadt, von dem alle Gebiete an der U2 profitieren.

Bedeutet der Vergleich Berresgasse-Seestadt, dass die NEOS für Hirschstetten eine eigene U-Bahn fordern? Wollen die NEOS die Erschließungswege der neuen Siedlung für Autos öffnen? Oder wollen sie uns damit beweisen, dass sie mit Fragen der Stadtplanung hoffnungslos überfordert sind?

Im letzteren Fall wäre der Beweis eindeutig gelungen.