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am 8. Juli 2016

Grüne Donaustadt/ Sequenz: „Der Bevölkerung ein seriöses, durchdachtes Projekt vorlegen und sauber arbeiten.“

- Nächste Schritte Stadtstraße.

Zusätzliche niveaugleiche Anbindungen des untergeordneten Straßennetzes sollen aus der Stadtstraße Aspern eine stadtverträgliche Erschließungsstraße machen mit dem Ziel, die Belastung für die Wohnbevölkerung durch den Durchzugsverkehr zu verringern.
Der Bau der Straße allein entlastet die Ortskerne freilich nicht, deshalb sind dort weitere Maßnahmen erforderlich. „Immerhin wurde erreicht, dass der Bezirk nicht mehr durch eine Autobahn in zwei Hälften geteilt wird, wie das ursprünglich geplant war. Und es wurden zusätzliche Kreuzungen durchgesetzt“, kommentiert Heidi Sequenz, Klubobfrau der Grünen Donaustadt, die nächsten Schritte für die Stadtstraße Aspern.

Den Termin für die öffentliche Auflage der UVP mitten in den Sommer zu verlegen, während hunderte BewohnerInnen der Donaustadt auf Urlaub sind, erachtet Sequenz als ungeschickt gewählt.

Sequenz bedauert, dass die von den Grünen bevorzugte, schonende Minimalvariante – eine Fahrspur in jede Richtung und eine Pförtnerampel bei der Seestadtauffahrt – von der SPÖ Donaustadt gemeinsam mit der rechten Opposition bekämpft wurde.

Nationalpark schützen

Auch dass der Öffentlichkeit nun ein veraltetes Projekt zur Begutachtung vorgelegt und das eigentliche Projekt erst 2017 nachgereicht werde, hält Sequenz für suboptimal: „Bezirksvorsteher Nevrivy glaubt, das Projekt auf diese Weise rascher durchziehen zu können. Sauber wäre es gewesen, die Änderungen gleich einzuarbeiten und der Bevölkerung ein seriöses, durchdachtes Projekt vorzulegen.“

Sowohl der Zeitplan für die Stadtstraße (Baubeginn 2018) als auch die Kosten (85,3 Millionen Euro von der Stadt Wien, plus 231,6 Millionen Euro von der Asfinag) seien aus Sequenz' Sicht fraglich. „Was die rasch wachsende Donaustadt braucht, sind entlastende Maßnahmen. Neue Autobahnen und damit noch mehr Verkehr aus Niederösterreich hereinzuholen, bringt nur weitere Belastungen. Diesbezügliche Entlastungs-Vorschläge lehnt die SPÖ Donaustadt zu unserem Bedauern aber ab“, so Sequenz.

So werde zu wenig in die Schnellbahn investiert, die Stationen Hausfeldstraße und Lobau sogar abgerissen. Die Debatte um die Lobauautobahn sei daher auf den verschiedensten Ebenen weiterzuführen. Für Sequenz gilt die rot-grüne Koalitionsvereinbarung aus 2015: „Wien bekennt sich zur Notwendigkeit einer 6. Donauquerung, ohne Beeinträchtigung des Nationalparkgebietes. Deswegen werden alternative Planungsvarianten geprüft.“


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160707_OTS0150/gruene-donaustadt-sequenz-der-bevoelkerung-ein-serioeses-durchdachtes-projekt-vorlegen-und-sauber-arbeiten