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am 18. Juni

Die Donaustadt erstickt im Pendlerverkehr – wie kann die Politik Verbesserungen herbeiführen?

Julia Sachs - Dieser Beitrag erschien im Juni 2019 im Rahmen der dbz-Diskussionsrunde. Die Themenvorgabe kam von den NEOS.


Eine erste Maßnahme wäre mehr Arbeitsplätze in NÖ und Burgenland zu schaffen. Menschen aus Eisenstadt, Zwettl, Mistelbach und Neunkirchen gehen sicher lieber in ihren Heimatorten ihrem Beruf nach, als nach Wien einzupendeln. Diese langen Fahrten zu vermeiden wäre der beste Weg, den Pendlerverkehr zu verringern. Hier ist NÖ und der Bund gefordert! Investitionen in Jobs statt in Autobahnen! Solange diese Arbeitsplätze im Umland fehlen, muss die Mobilität der PendlerInnen gewährleistet werden. Dabei hat der Schutz der Umwelt und die Lebensqualität der DonaustädterInnen oberste Priorität. Also konsequent den öffentlichen Verkehr ausbauen, so wie Wien das macht, mit einer Jahreskarte für nur 1 Euro pro Tag. Warum soll das nicht im ganzen VOR möglich sein? Natürlich muss man dafür Geld in die Hand nehmen. Das ist auch offensichtlich in Hülle und Fülle vorhanden. Denn der Ruf nach einer sinnlosen, aber sündteuren Autobahn durch das noch wunderbar stille Waldviertel ist sehr laut. Da fragt keiner „Wer soll das bezahlen?“ Der Ausbau der ÖFFIs ist aber jeden Cent wert, weil das der einzige Weg ist, mit dem beschränkten Platz innerhalb der Stadt umzugehen. Was ist der Grüne Vorschlag? 365 Euro Jahreskarte auch für NÖ und Burgenland und gleich dort bei den Bahnhöfen Park&Ride Anlagen errichten. Begleitend muss der Bahnverkehr nach Wien verdichtet werden. Es braucht eine City Maut und die Einführung des Parkpickerls in jenen Gegenden der Donaustadt, die vom Pendlerverkehr besonders betroffen sind. Übrigens, nur 4% der donauquerenden Einpendler sind reiner Transit, alle anderen wollen nach Wien HINEIN. Welchen Sinn hat da eine Lobauautobahn um €3,000.000.000? Die Menschen haben ein Recht auf Mobilität! Aber nicht den Anspruch 80 kg Körpergewicht mit 2 Tonnen Blech zu befördern. Das schont weder die Umwelt noch die Geldbörse.