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am 8. April

350m Radweg, die die FPÖ Donaustadt erschüttern

Heidi Sequenz - Das große und alles beherrschende Thema der Donaustädter Bezirksvertretung am 7. März 2018 waren 350m Radweg auf der Breitenleerstraße.


Jahrelang mussten wir auf den Lückenschluss des Radwegs auf der Breitenleerstraße zwischen dem Friedhof Breitenlee und der Kreuzung Schukowitzstraße warten. Jetzt forderten ÖVP/FPÖ mittels Anträgen und Resolutionen im Donaustädter Bezirksparlament, dass der ursprüngliche Zustand der Straße im Bereich vor der Kirche und dem Pfarrkindergarten (Breitenleerstraße/Ecke Oleandergasse) wiederhergestellt wird.

Während die schwarz-blaue Bundesregierung via Ministerin Köstlinger eine Förderung des Radverkehrs propagiert, fordern die ÖVP/FPÖ Donaustadt genau das Gegenteil.

Was ist der Grund für diese groteske Forderung? Einige AnrainerInnen befürchteten, dass durch den Radweg weniger Parkplätze für KirchenbesucherInnen und für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in den Kindergarten bringen, zur Verfügung stehen. Die FPÖ nahm dies zum Anlass in der Sitzung des Bezirksparlaments eine Stunde lang gegen diese „Autofahrerschikane“, „Geldverschwendung für 350 Meter Radweg“ und  den „Parkplatzraub" Sturm zu laufen und über die Gefahren zu lamentieren, die Kindern durch den Radweg drohen. Bemerkenswert, dass genau das Sportministerium von Heinz-Christian Strache mit einseitigen Inseraten in Gratiszeitungen dafür wirbt, dass sich Kinder mehr bewegen sollen (Kosten: €20.000)​. Sogar eine Zählung des Radverkehrs wurde gefordert, um zu beweisen, dass dort kaum RadfahrerInnen unterwegs sind. Wie sollen sie auch, wenn es bis dato keinen Radweg gab? Warum fordert die FPÖ nicht eine sofortige Verkehrszählung durch die geplante Trasse der Lobauautobahn. Sie würden entdecken, dass dort keine Autos unterwegs sind.

Immerhin verteidigte die SPÖ, allen voran BV Nevrivy, den Lückenschuss des Radweges. Somit wurden diese skurrilen FPÖ/ÖVP Anträge auch abgelehnt.

Als der FPÖ die Argumente ausgingen, brachten sie den „autofahrerfeindlichen Verkehrsexperten“, Hermann Knoflacher in Spiel. Erschreckend war die Wortwahl, dieser „gehöre mit nassen Fetzen vertrieben.“ Bezirksvorsteher Nevrivy konnte es sich nicht verkneifen Prof. Knoflacher als einen „verbitterten alten Mann“ zu bezeichnen.

Auf die BesucherInnen dieser Sitzung müssen solche verbalen Ausritte einfach nur abschreckend wirken.