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am 12. Juli

Lösungen für Wiens Land­wirt­schaft

Webredaktion Grüne Donaustadt - Abseits der Gleise denken! Ein Artikel aus Grünes Land- Zeitung für ökologische Agrarpolitik.

​Zum ersten Mal kandidierte die Liste „Unabhängige und Grüne Bäuerinnen und Bauern“ (GBB) bei der Wiener Landwirtschaftskammerwahl am 11. März 2018. Dass die Kandidatur überhaupt gelang, war schon ein Erfolg, auch wenn bei der Wahl selbst neun (!) Stimmen fehlten, um mit einem Mandat in die Kammer-Vollversammlung einzuziehen.
Wienweit erzielte die Liste GBB 3,41% der Stimmen. Der ÖVP-Bauernbund erhielt 79,69% und erreichte 17 der 20 Mandate (+1 gegenüber 2013), die SPÖ-Bauern sanken auf 16,90% und 3 Mandate (-1). In 2 der 6 Wahlsprengel erreichte die Liste GBB immerhin den zweiten Platz – im Sprengel V (Floridsdorf und Umgebung) mit 9,68%, und im Sprengel IV (der Nordwesten Wiens, u.a. mit Döbling) mit 6,67%.
Leider gelang es nicht, das Antreten der Liste in den anderen Sprengeln ausreichend bekannt zu machen. Infolge einer Verkettung unglücklicher Umstände kam die Wahl-Ausgabe unserer Zeitung „Grünes Land“ erst drei Tage nach der Wahl in den Postkästen an. Das tut uns unendlich leid, hätten wir doch sonst gute Chancen auf einen Einzug in die Vollversammlung gehabt.
Wir entschuldigen uns hiermit bei allen, die uns unterstützt haben oder hätten, und bedanken uns bei allen, die uns ihre Stimme gegeben haben. Es braucht eine kräftige Stimme für Ökologie und eine nachhaltige Stadtlandwirtschaft in der Wiener Kammer!
Die Anstrengungen des Wahlkampfs waren dennoch nicht ganz vergebens. Spitzenkandidat Florian Kothny konnte das Programm der Liste GBB nach der Wahl in einem ORF-Interview vorstellen. Der Wiener Kammerpräsident, Ök.-Rat Ing. Franz Windisch, lud Kothny zur Zusammenarbeit ein (siehe Kasten). Wir werden die Chance wahrnehmen, unsere Vorstellungen für Wiens Landwirtschaft im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten einzubringen.


Wir laden alle Wiener Bäuerinnen und Bauern, Gärtnerinnen und Gärtner, Winzerinnen und Winzer, denen ökologische Landwirtschaft statt Agrarindustrie und Chemie ein Anliegen ist, herzlich ein, mit ihren Vorschlägen, Ideen und Sorgen zu uns zu kommen und gemeinsam mit uns an einem Programm für Wien weiterzuarbeiten.
Schicken Sie uns bei Interesse ein E-Mail an eva.lachkovics@gruene.at. Wir informieren Sie dann über Termin und Ort unseres nächsten Arbeitstreffens. 
Die Forderungen der Unabhängigen und Grünen Bäuerinnen und Bauern finden Sie unter: https://donaufeld.wordpress.com​


Lösungen für Wiens Landwirtschaft

Die Unabhängigen und Grünen Bäuerinnen und Bauern arbeiten an Lösungen ​

Nach der Landwirtschaftskammer-Wahl am 11. März - ich hatte mich in einem ORF-Interview für Zusammenarbeit ausgesprochen - rief mich Kammer-Präsident Ök.-Rat Ing. Franz Windisch an. Wir hatten ein interessantes Gespräch. Es kamen dabei einige aktuelle Themen und Probleme zur Sprache. so kommt z.B. die Genossenschaft "LGV Frischgemüse" im elften Wiener Gemeindebezirk, der heute rund 110 Gärtnerfamilien angehören, immer stärker unter Druck, da Supermarktketten zunehmend zu vorteilhafteren Konditionen selber produzieren. Die explodierenden Bodenpreise in Wien wiederum machen Erweiterungen von Betrieben praktisch unmöglich. Es kommt auch zu einem enormen Druck auf landwirtschaftliche Flächen, wenn Bauträger solche kaufen, manchmal bloß, um sie gegen Baugründe abtauschen zu können. Bei vielen dieser Fragen sucht die Führung der Kammer parteiübergreifend nach Lösungsansätzen und ist offen für Vorschläge. Wir, die "Unabhängigen und Grünen Bäuerinnen und Bauern", arbeiten daher an Ideen dafür und suchen Verbündete, die mitarbeiten möchten.

Florian Kothny, Gärtnerei "Bioschanze", Wiens Spitzenkandidat der Liste GBB bei der LK-Wahl am 11. März 2018.