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am 23. August

Grüne Alleskönner

Andrea Pelzmann - Begrünungen sind die Klimaanlagen für draußen. Sie beschatten Gebäude und die Verdunstung wirkt sich positiv auf das Kleinklima aus. Begrünungen reduzieren den Energieverbrauch eines Gebäudes und verringern die Lärm- und Schadstoffbelastung für die BewohnerInnen. Dieses große Potential wartet darauf genutzt zu werden, um dem Trend zu immer heißeren Sommern zu begegnen.​

Mehr Grün für das Kleinklima

Um die zunehmend hohen Temperaturen erträglich zu machen braucht es mehr Bäume zwischen den Häusern und mehr Pflanzen auf den Fassaden und Dächern. Das gilt auch für Bezirke mit großflächigen grünen Lungen wie die Donaustadt. Denn es geht um das Kleinklima dort, wo Menschen wohnen, arbeiten, lernen und sich fortbewegen. Es geht um die Gebäude, Radwege, Gehsteige und Stationen des öffentlichen Verkehrs.

Die Zahlen sprechen für sich
Ohne BegrünungMit Begrünung
Fassadentemperatur36°C bis 52°Cbis 28°C
Dachtemperatur-5°C bis 70°C10°C bis 30°C


Ein begrüntes Dach fördert den Abbau von Luftschadstoffen aus Autoabgasen um bis zu 90 %. 1 m2 Gründach leistet eine Temperatursenkung um 1,5°C, die Bindung von 10g Feinstaub pro Jahr und die Aufnahme von 800g Kohlendioxid. ​


Extensive Dachbegrünung


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​Beispiele aus der Donaustadt
Grüne Fassade
Grün bewachsene Säulen
Grün bewachsene Säule
Gebäudebegrünungen leisten viel, SIe ...
  • kühlen ihre Umgebung indem sie Wasser verdampfen
  • bieten Kleintieren in der Stadt wertvolle Schutzräume
  • reduzieren den Energieverbrauch indem sie Gebäude im Sommer kühlen und im Winter isolieren 
  • schützen vor Verwitterung und helfen so Instandhaltungskosten zu senken
  • entlasten die Kanalisation indem sie Wasser aufnehmen und langsam abgeben
  • machen den öffentlichen Raum attraktiv und steigern die Lebensqualität
  • produzieren Sauerstoff
Potential wird noch nicht genutzt

Die im Juni vom Wiener Gemeinderat beschlossene verpflichtende Fassadenbegrünung von Neubauten mit einer Höhe von über 7,5 m ist daher ein wichtiger Schritt. 

Zusätzlich braucht es weitere Initiativen in allen Bereichen. Begrünt werden können Wohnhäuser jeder Größe, Schulen und Kindergärten, U-Bahnstationen und Wartehäuschen. Best-Practice Beispiele zeigen, dass das Know How betreffend Pflanzenauswahl und Technik weit entwickelt ist. Bei der Stadt Wien können Förderungen für Innenhof-, Dach- und Fassadenbegrünungen beantragt werden. 

Es wird aber erst ein Bruchteil des Potentials genutzt. Wir wollen das Leistungsspektrum von Grün auf Gebäuden aufzeigen und setzen uns für mehr Begrünungen ein. Denn sie sind ein einfacher und effektiver Weg, um Hitzesommer erträglicher zu machen.​


Quellen und Informationen:

https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/landschaft-freiraum/landschaft/wachsende-stadt/wohnumfeld/bauwerksbegruenung.html

https://gruenstattgrau.at/

https://www.gebaeudegruen.info