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am 25. März

Straßennamen in der Seestadt - Teil 6

Andrea Pelzmann - In unserem Artikel Link haben wir uns gefragt: Wie sieht es mit der Erinnerung an Frauen und ihre Leistungen aus? Straßenbezeichnungen sind ein Teil der gemeinsamen Erinnerung, der Stadtgeschichte. Aber nur ca. 11 % der nach Personen benannten Wiener Verkehrsflächen sind nach Frauen benannt. Erst nach 2012 wurden mehr Verkehrsflächen nach Frauen als nach Männern benannt.

Das Prominenteste Beispiel ist in der Donaustadt die Seestadt Aspern, wo fast alle Straßen an Frauen erinnern. Wir setzen fort mit der Biografie von Georgine Steininger.

Dr.in Georgine Steininger

(1928–2009), Systemische Familientherapeutin

Georgine Steininger war eine renommierte österreichische systemische Therapeutin. Sie wurde 1928 im italienischen Padua geboren, wo sie auch den Großteil ihrer Kindheit verbrachte. Mit elf Jahren zog sie mit ihrer Mutter nach Kärnten, später nach Graz. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie als Hilfsschwester einberufen und begleitete Verwundetentransporte aus Italien.

Nach dem Krieg studierte Georgine Steininger in Wien und absolvierte eine Ausbildung zur Ehe- und Familientherapeutin. Die Anfänge der Kinderbetreuung durch Tagesmütter in Graz gehen auf Georgine Steininger zurück. Ab 1982 baute sie das Ausbildungsinstitut für systemische Therapie in Graz auf und hatte auch dessen Leitung bis 2001 inne.

Sie war außerdem als Familientherapeutin in der Diözese Graz-Seckau tätig und Mitarbeiterin der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für systemische Therapie und systemische Studien (ÖAS). Georgine Steininger verstarb 2009 in Graz.

Quelle: Broschüre „Die Seestadt ist weiblich“