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am 17. März

Straßennamen in der Seestadt – Teil 4

Andrea Pelzmann - Wir haben uns bereits gefragt: Wie sieht es mit der Erinnerung an Frauen und ihre Leistungen aus? Straßenbezeichnungen sind ein Teil der gemeinsamen Erinnerung, der Stadtgeschichte. Aber nur ca. 11 % der nach Personen benannten Wiener Verkehrsflächen sind nach Frauen benannt. Erst nach 2012 wurden mehr Verkehrsflächen nach Frauen als nach Männern benannt.

Das Prominenteste Beispiel ist in der Donaustadt die Seestadt Aspern, wo fast alle Straßen an Frauen erinnern. Wir setzen fort mit der Biografie von Simone de Beauvoir.

Simone de Beauvoir (1908–1986)

Schriftstellerin, Philosophin, Leitfigur des Feminismus

Simone de Beauvoir gilt als eine der wichtigsten Leitfiguren des Feminismus im 20. Jahrhundert. Sie wurde 1908 als Tochter des Juristen Georges Bertrand de Beauvoir und seiner Frau Françoise in Paris geboren.

Sie studierte Mathematik, Philosophie, Französische Literatur und Latein. Mit 21 Jahren wurde sie die jüngste Philosophielehrerin Frankreichs. Bereits als Studentin traf sie Jean-Paul Sartre, der bis zu seinem Tod 1980 ihr Partner blieb.

Simone de Beauvoir

Neben Jean Paul Sartre und Albert Camus war Simone de Beauvoir die führende Vertreterin des französischen Existenzialismus. 1949 publizierte Simone de Beauvoir mit dem zweibändigen Werk „Das andere Geschlecht“ jenes Buch, welches sie zur Ikone der Frauenbewegung machte. „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“, wurde zum geflügelten Wort. In den 1970er-Jahren engagierte sie sich in der Frauenbewegung, die etwa das Recht auf straffreie Abtreibung forderte. Simone de Beauvoir verstarb 1986 in Paris.

Quelle: Broschüre „Die Seestadt ist weiblich“​