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am 9. März

Straßennamen in der Seestadt - Teil 2

Andrea Pelzmann - In unserem vorherigen Artikel haben wir uns gefragt: Wie sieht es mit der Erinnerung an Frauen und ihre Leistungen aus? Straßenbezeichnungen sind ein Teil der gemeinsamen Erinnerung, der Stadtgeschichte. Aber nur ca. 11 % der nach Personen benannten Wiener Verkehrsflächen sind nach Frauen benannt.

Erst nach 2012 wurden mehr Verkehrsflächen nach Frauen als nach Männern benannt. Das Prominenteste Beispiel ist in der Donaustadt die Seestadt Aspern, wo fast alle Straßen an Frauen erinnern. Wir setzen fort mit der Biografie von Janis Joplin.

Janis Joplin

Sängerin (1943 – 1970), Ikone der Hippie-Bewegung

Janis Joplin wurde 1943 im texanischen Port Arthur als Tochter eines Mitarbeiters einer Ölgesellschaft und einer Büroangestellten geboren. Schon früh entdeckte sie Blues- und Folkmusik für sich. Aufgrund ihres eigenwilligen Stils wurde sie von ihren Mitschüler*innen an der High School ausgegrenzt. Sie brach das College ab und ging 1963 nach San Francisco, um ihr Glück als Sängerin zu versuchen. Um den Exzessen in San Francisco zu entfliehen, kehrte sie kurze Zeit später zurück, um an der Lamar University zu studieren. 1966 zog es sie wieder nach Kalifornien – mit der Band „Big Brother and the Holding Company“ erlebte sie den großen Durchbruch.

Janis Joplin

Es folgten ihre legendäre Performance beim Monterey Pop Festival und ein Plattenvertrag mit Columbia Records. Mit „Piece of my heart“ auf dem Album „Cheap Thrills“ landete sie einen Hit. Ab 1969 performte sie dann als Solo-Künstlerin, u. a. beim Woodstock Festival. Ihr Album „Pearl“,das sie mit der „Full Tilt Boogie Band“ aufnahm, sollte ihr erfolgreichstes, aber auch ihr letztes werden. 1970 starb Janis Joplin an einer Überdosis. Die bekannte Ballade „Me and Bobby McGee“ sowie ihr A Cappella Song „Mercedes Benz“ wurden erst posthum veröffentlicht.

Quelle: Broschüre „Die Seestadt ist weiblich“​​​