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am 5. Juli 2015

NSA ausspioniert - Tatort Kaisermühlen

Wolfgang Orgler - Im 35. Stock des IZD-Towers in Kaisermühlen findet zurzeit rege Bautätigkeit statt, Wände werden neu errichtet, Leitungen verlegt, etc.

Hier residiert der NSA

Im 35. Stock residiert die NSA, offiziell mietet natürlich die Amerikanische Botschaft die drei obersten Geschoße im 35. - 37. Stock. Interessant sind zwei Details: alle ArbeiterInnen sind ausnahmslos AmerikanerInnen und alle müssen beim Betreten eine flughafenähnlichen Taschenkontrolle durchlaufen. Welche geheime Bautätigkeit findet dort also statt? Die NSA erweitert ihre Überwachungs- und Spitzeleinrichtungen in Wien, auf dem Dach des IZD-Towers befindet sich eine der massiven Abhöranlagen der NSA, getarnt als einfaches Wartungshäuschen.

NSA sieht alles

Die NSA (National Security Agency) ist der weltweit mächtigste Auslandsgeheimdienst der USA und hört und speichert so ziemlich alles ab: Internetzugriffe, Festnetz-Telefonate, Handygespräche, Internet-Chats, E-Mails, Fotos, etc. Diese Daten werden nicht nur zur Terrorbekämpfung verwendet, wie offiziell begründet, sondern vor allem zur wirtschaftlichen und politischen Überwachung und Spionage. Nicht zufällig steht der IZD-Tower direkt neben der UNO.

Anzeige gegen Unbekannt

Dieser massive Eingriff in unsere persönliche Freiheit ist natürlich nach österreichischen Gesetzen verboten. Wie reagierte unsere Regierung: sie erstattete 2013 eine Anzeige gegen Unbekannt, die im Sande verlief. Kürzlich wurde bekannt, dass der deutsche Geheimdienst BND der NSA beim Spionieren in Österreich behilflich war, was tat die österreichische Regierung? Sie erstattete eine Anzeige gegen „Unbekannt“, vermutlich wird auch diese im Sand verlaufen. In einem Interview bekannte sich unsere Innenministerien Frau Mikl-Leitner zu der Tatsache, ständig überwacht zu werden: „Ich fühle mich unwohl“.

Wir fühlen uns auch unwohl bei so einer Regierung.