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am 24. Februar

Jugendkriminalität im Zentrum Kagran?

Thomas Tröbinger - Dieser Beitrag erschien im Februar 2017 im Rahmen der dbz-Diskussionsrunde. Die Themenvorgabe kam von der FPÖ.

Originaltitel der FPÖ: Jugendbanden machen die Bereiche um Donauzentrum, Donauplexx und die umliegenden Schulen unsicher! Wie soll dagegen vorgegangen werden?

Wenn etwas behauptet wird, ist es gut sich zu informieren, ob diese Behauptung zutrifft. Ganz besonders dann, wenn die FPÖ ihr altes Muster wiederholt, jene Ängste, die die Boulevardzeitungen aufbereitet haben, noch weiter zu verstärken. Wir haben deshalb die Wiener Polizei angerufen und folgende Informationen aus erster Hand bekommen: „Es gab vereinzelt Vorfälle, und wir haben dort verstärkt Streifen eingesetzt. Es ist kein Hotspot im Entstehen, die BürgerInnen müssen sich nicht fürchten, wir haben alles im Griff (Pressestelle der Wiener Polizei)“. Wir sind auch der Meinung, dass es den Wirtschaftstreibenden im Donauzentrum und im Donauplexx nicht hilft, wenn die FPÖ Einzelfälle aufbauscht und das DZ zu einem Zentrum krimineller Jugendbanden macht. Ebenso jagen sie den Kindern und Eltern der umliegenden Schulen auch nur verantwortungslos noch mehr Angst ein, als es „Heute“ und „Österreich“ am Schulweg sowieso schon tun. Wir Grünen sind außerdem der Meinung, dass unsere ausgezeichneten PolizistInnen keine Handlungsanleitungen von politischen Funktionären brauchen, denn sie wissen was zu tun ist.

Bildungs-, Arbeitsplatz- und Integrationsmaßnahmen bilden die besten Voraussetzungen um jungen Menschen eine Perspektive in unserer Gesellschaft zu geben. Das kostet Geld. Als Sofortmaßnahme schlagen wir vor die finanzielle Unterstützung von „wehrpolitischen Vereinen“ zu überdenken. Dass dort Minderjährige des Rings Freiheitlicher Jugend sich gemeinsam mit rechtsextremen Identitären zu Schießbewerben treffen, ist keine Maßnahme, die darauf abzielt unser Zusammenleben zu verbessern. Ganz im Gegenteil, wie immer bei der FPÖ.