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am 19. Juni

Wien und Kultur sind untrennbar miteinander verbunden. Kann man auch in der Donaustadt Kultur mit allen Sinnen genießen?

Heidi Sequenz - Dieser Beitrag erschien im Juni 2020 im Rahmen der dbz-Diskussionsrunde. Die Themenvorgabe kam von der SPÖ.


Die Donaustadt ist leider kulturell chronisch unterversorgt. Insofern irritiert die Themenstellung der SPÖ, es klingt wie ein Text aus einer Tourismusbroschüre. Aber die gute Nachricht zuerst: das Kulturbudget Donaustadt in der Höhe von € 250.000 kann sich sehen lassen. Gutes Geld, das lokalen KünstlerInnen und Initiativen zu Gute kommen sollte. Die Kulturkommission der Donaustadt berät den Bezirksvorsteher dabei, welche sinnvollen und nachhaltigen Initiativen finanziert werden sollen. In einer idealen Welt würden bestehende und funktionierende Kulturprojekte mehr Geld bekommen. So könnten sie KünstlerInnen halbwegs gerechte Gagen zahlen. Leider versickert ein Teil des Kulturbudgets sinnlos, denn der Bezirksvorsteher macht nicht selten von seinem Recht Gebrauch, in die Vergabe des Kulturbudgets einzugreifen. Da werden Initiativen bedient, die wir für nicht förderungswürdig halten, wie zB kommerzielle Veranstaltungen mit hohen Eintrittspreisen oder Kulturvereine der Parteien. Das geht so: der Herr Bezirksvorsteher deponiert vorab seine Wünsche und die SPÖ entscheidet dann in der Kulturkommission mit absoluter Mehrheit über diese Subventionsanträge. Die Subventionen der Kulturkommission Donaustadt werden nicht im Bezirksparlament abgestimmt und haben damit keine Öffentlichkeit. Die absolute SPÖ Mehrheit in denAusschüssen, auch dem so wichtigen Bauausschuss, und den Kommissionen der Bezirksvertretung verdankt die SPÖ den NEOS und der ÖVP, die 2015 diese Zusammensetzung unterstützten. Wir hoffen sehr, dass die Mehrheitsverhältnisse 2020 andere sein werden, damit die notwendige Kontrolle ausgeübt wird.​