Bezirkegruene.at
Navigation:
am 6. Juni 2014

Bericht: In­ter­na­tion­a­les Transdanubien

Webredaktion Grüne Donaustadt - Die Donaustädter Klubobfrau Mag.a Heidi Sequenz, AHS-Lehrerin für Geschichte und der Floridsdorfer Bezirksrat und Historiker Mag. Gerhard Jordan zeigten am 6. Juni auf einer zweistündigen Wanderung vom 22. in den 21. Bezirk, wie "kosmopolitisch" sich das Wien nördlich der Donau in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.

Der kulturelle Spaziergang durch "Das Internationale Transdanubien" begann mit einer einstündigen Führung durch die 1979 eröffnete UNO-City an der Wagramer Straße. Nach den wichtigsten Informationen über die Arbeit der Vereinten Nationen an diesem Standort (einer von vier weltweit) hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, das markante Gebäude von innen kennenzulernen. Auch ein Konferenzsaal und ein Dolmetscherbüro konnten bei dieser Gelegenheit besichtigt werden. Für fast alle der 20 TeilnehmerInnen war es der erste Besuch in der UNO-City.

Danach führte die Route durch den Donaupark, der selbst eine "internationale Entstehungsgeschichte" hat: Früher teilweise eine "Brettldorf" genannte Siedlung und teilweise eine Mülldeponie, wurde der Donaupark 1964 als Gelände der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG) eröffnet. Zahlreiche Länder stellten dort Mustergärten vor, und heute finden sich in dem Park die Denkmäler und Büsten mehrerer lateinamerikanischer Politiker und Freiheitskämpfer - von Simon Bolivar über Salvador Allende bis Che Guevara, über deren Bedeutung Heidi Sequenz und Gerhard Jordan erzählten.

Besichtigt wurde auch das am Irissee im Donaupark liegende "Korea-Haus", das 1964 vom Architekten Kurt Schlauss als Seerestaurant erbaut wurde und seit 2012 als südkoreanisches Kulturzentrum genutzt wird. Die Obfrau, Frau Mija F. Chon, hieß die Gäste willkommen und führte sie durch die Einrichtung, die auch für Geburtstagsfeiern oder Veranstaltungen angemietet werden kann.

Dass Transdanubien immer "bunter" wird und dass in den Bezirken 21 und 22 fast 80.000 Menschen wohnen, die nicht in Österreich geboren wurden, wurde bei diesem Spaziergang auf interessante Weise vermittelt. Aufgrund der positiven Resonanz wird überlegt, die Veranstaltung im kommenden Jahr zu wiederholen.