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am 24. Februar 2016

Flüchtlingsunterkunft in der Polgarstraße für 80 Menschen ist machbar

Webredaktion Grüne Donaustadt - Die Flüchtlingsunterkünfte in der Polgarstraße und in der Primavesigasse waren das Thema im ersten Teil des Bezirksparlaments Donaustadt am 22. Feber.

Das Arbeiterwohnheim der STRABAG in der Polgarstraße beherbergt seit Ende Jänner in einem der sechs Gebäude 80 Flüchtlinge, betreut von der Volkshilfe. Das Transitquartier in der Primavesigasse in der Lobau gibt es seit Herbst. Die ca 160 Flüchtlinge werden dort von Helfern des Roten Kreuzes betreut. Das ist machbar, meinen wir. Beide Unterkünfte sind auch von der Größe her durchaus überschaubar. Trotz der relativ kleinen Unterkunft in der Polgarstraße fand dort am 25. Jänner eine Informationsveranstaltung für die AnrainerInnen statt.

Im Bezirksparlament beantwortete der Wiener Flüchtlingskoordinator Hacker kompetent und ruhig eine lange Liste von Fragen. So erfuhren die Zuhörer, dass die Flüchtlinge gerade einmal 0,3 Prozent der Donaustädter Bevölkerung ausmachen. Besonders erschütternd, die FPÖ unterstellte den Flüchtlingen in ihren Wortmeldungen und Anträgen grundsätzlich kriminelles Potential und forderte unter anderem einen privaten Sicherheitsdienst rund um das Heim. Dies lehnen wir kategorisch ab. Wir vertrauen auf die Arbeit der Polizei, die in diesem Land für Ruhe und Ordnung sorgt und nicht irgendwelche wanna-be Rambos, vor denen wir uns alle fürchten müssen.

Leider nützt die FPÖ die schwierige Situation der Flüchtlingsunterbringung um die Stimmung aufzuheizen und die Bevölkerung zu verunsichern. Sie macht auch gegen die Unterkunft in der Primavesigasse Stimmung, obwohl diese in der Lobau liegt, fernab von jeglicher Nachbarschaft.

Wie bizarr, dass sich gerade jene Partei, die Po-Grabschen für ein Kavaliersdelikt hält, die permanent gegen Genderwahn und die Töchter in der Bundeshymne wettert, deren sexistische Rülpser auf social media einfach nur widerlich sind, sich plötzlich um die Sicherheit von Frauen Sorgen macht.

Es gibt so viele bewundernswerte Initiativen von DonaustädterInnen, die in den Heimen helfen. Wir sind daher überzeugt, dass wir gemeinsam mit Unterstützung durch die NGOs ein gutes Zusammenleben schaffen.