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am 25. März

„Dafür hab ich keine Zeit“ - Stimmungsbild aus dem Donaustädter Um­welt­aus­schuss

Heidi Sequenz - Weil auf der Donauinsel Probebohrungen für die geplante Lobauautobahn stattfinden sollen, stand am 21. März ein Rodungsansuchen auf der Tagesordnung des Umweltausschusses. Leider bekamen wir dort auf unsere wichtigen Fragen keine Antworten.

Die zuständige Magistratsabteilung war verhindert, der SPÖ Vorsitzende wollte oder konnte unsere Fragen nicht beantworten. Wir schlugen daher vor, den Punkt bis zur nächsten Sitzung zu verschieben. Dies wurde ohne Begründung abgelehnt. Als wir auf Beantwortung der Fragen behaarten, meinte der Vorsitzende „dafür habe ich keine Zeit“. Diese Aussage fiel 15 Minuten nach Beginn der Sitzung, die insgesamt 25 Minuten dauerte.

Für eine weniger gravierende Rodung wurden seitenlange Stellungnahmen verlesen. Die anderen Mitglieder des Ausschusses ließen sich damit abspeisen und hoben brav die Hand. Wenn Kommissionen Ausschüsse zur reinen Abstimmungsmaschinerie verkommen und Diskussion und Fragen nicht gewünscht sind, dann erweisen diese Gremien der Demokratie einen sehr schlechten Dienst. 

Das sind unsere Fragen: 

  • ​Wozu wird schon wieder gebohrt, es wurde ja schon 2006/2007 und
  • 2016/2017? Ist man nicht fertig geworden?
  • Warum muss dafür auf der Donauinsel gerodet werden?
  • Was wurde bei der letzten Rodung im Nationalpark selbst genau befürchtet? Gasaustritte? Bei mehreren oder nur einem Bohrloch? Was ist nach der Bohrung geschehen?
  • Bei der ersten Bohrkampagne 2007 scheint es an mindestens einem
  • Loch leichte Gasaustritte gegeben zu haben, daher die Vorsicht?