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am 9. Februar

Was die „Zukunft der Arbeit“ bringt

Webredaktion Grüne Donaustadt - Die Herausforderungen, vor die uns der Arbeitsmarkt von morgen stellen wird, spüren wir schon jetzt in Ansätzen. Wie wir mit den Veränderungen umgehen können und welche Lösungsstrategien die Politik dazu hat, haben Experten am 26.1.2017 im Rahmen der von GRin Barbara Huemer initiierten Veranstaltungsreihe „Die Zukunft der Arbeit“ mit einem interessierten Publikum diesseits der Donau diskutiert.

Der von den Grünen Donaustadt und Floridsdorf gemeinsam organisierte Themenabend hat gleichzeitig das Schwerpunktjahr Arbeitsmarktpolitik“ der Bezirksorganisation 21 eingeläutet

Die einleitenden Vorträge von Umwelt-Ökonom Thomas Kerekes und Matthias Schneider, Arbeitsmarktverantwortlicher der Grünen Margareten, haben die aktuellen Probleme am Arbeitsmarkt zusammengefasst: Obwohl es insgesamt mehr Jobs und stetige Produktivitätssteigerungen gibt, können immer weniger Menschen von ihrer Arbeit gut leben.

Die Gründe dafür sind einerseits der seit Jahrzehnten steigende Anteil der – gewollt oder ungewollt – in Teilzeit beschäftigen Personen. Hier reicht das Gehalt aber oftmals nicht aus, um die steigenden Lebenshaltungskosten in einem befriedigenden Ausmaß zu decken. Andererseits leiden immer mehr Beschäftigte psychisch und körperlich unter dem Druck von Überstunden und steigender Arbeitsbelastung. Dann ist meist nicht das Geld das Problem, sondern die langfristigen gesundheitlichen Einschränkungen.

Darüber hinaus werden viele der heute bekannten Jobs in Folge der Digitalisierung in den nächsten Jahren wegfallen oder sich stark verändern. Wir brauchen also Strategien, um die Voraussetzungen für ein zeitgemäßes und geschlechtergerechteres Arbeitsleben zu schaffen, in dem Versorgungs- und Gemeinschaftsarbeit genauso wertgeschätzt werden wie Erwerbsarbeit.

Umverteilung ist das, worum es geht. Konkrete Ansätze der Grünen sind eine radikale Verkürzung der regulären Wochenarbeitszeit bei einem Mindestlohn von 1.750 EURO und eine faire Grundsicherung. Dahinter stehen muss außerdem eine aufkommensneutrale ökosoziale Steuerreform und heute schon eine breitere und humanistischere (Aus-)Bildung für die Beschäftigten von morgen, um selbst auch flexibler auf Veränderungen am Arbeitsmarkt reagieren zu können. ​