Grüne Visionen statt grauer Realität

Schödlbergergasse - Graue Realität vs Grüne Vision

Freier öffentlicher Raum soweit das Auge reicht. Neue Grünstreifen, Parkbänke und kühlende Bäume, mehr Platz für Geh- und Radwege für die Donaustädter:innen. So könnte die Donaustadt 2022 bereits aussehen. Doch die Realität ist Beton, Asphalt und Versiegelung in nahezu allen Bezirksteilen.

Aufgrund des flächendeckenden Parkpickerls seit März 2022 bleiben viele bisher von Pendler:innen genutzte Parkplätze frei. Diese Situation hätte SPÖ Bezirksvorsteher Nevrivy sofort nutzen können, um den Donaustädter:innen den frei werdenden öffentlichen Raum zurückzugeben. Die Grünen haben dazu seit Jahren unzählige Vorschläge eingebracht: von Grünflachen mit Bäumen zur Kühlung bis zu Radwegen und breiteren Gehwegen für aktive Mobilität. Doch die Anträge wurden im Bezirksparlament regelmäßig abgelehnt. Die SPÖ hat das flächendeckende Parkpickerl im Juni 2021 angekündigt. Sie hatte also mehr als neun Monate Zeit, die vielen Vorschläge zur Nutzung der frei gewordenen öffentlichen Flächen zu prüfen.  Ein erster Schritt in der Donaustadt wäre gewesen, das Gehsteigparken zu beenden. Doch nichts davon ist passiert.

Grünstreifen bepflanzen

Wir Grüne fordern, dass die Anrainer:innen die Grünstreifen vor ihren Häusern eigenverantwortlich bepflanzen dürfen. Mit den Programmen „Garteln ums Eck“ für Baumscheiben, und „Garteln im Gemeindebau“ gibt es gute Vorbilder.  Als Verkehrsfläche sind diese Grünstreifen nicht mehr erlaubt. Daher ist es sinnvoll sie stattdessen mit Pflanzen zu versehen, auch um die lokale Umgebung abzukühlen. Denn nichts heizt sich so stark auf und speichert Wärme so lange wie Asphalt.

Zusätzlich sollte das Gehsteigparken im ganzen Bezirk vollständig beendet werden. Umfassende Entsiegelungen in den dicht besiedelten Gebieten sollten folgen. Damit sich die Betonwüsten in kühle Grätzl für die Donaustädter:innen verwandeln.

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