Was es für das Zu-Fuß-Gehen braucht

Sicherheit am Schutzweg

Das Projekt „Links der Donau geht“ (LiDo) befasst sich mit dem Zu-Fuß-Gehen in Floridsdorf und der Donaustadt. In den letzten Monaten hat die Mobilitätsagentur einen Kalender mit Spaziergängen eingerichtet und eine Fußwegekarte aufgelegt. Zu-Fuß-Gehen ist neben dem Radfahren die nachhaltigste Form der Mobilität. Jetzt geht es darum, Hindernisse und Gefahren für das Zu-Fuß-Gehen in der Donaustadt aufzuzeigen. Der Bezirk ist gefordert, Verbesserungen umzusetzen. Viele Vorschläge von uns Grünen liegen schon lange am Tisch.

Masterplan Gehen

Einige Wiener Bezirke haben bereits einen Masterplan Gehen entwickelt. Ziel ist es, den Stellenwert des Fußverkehrs zu erhöhen und die Bedürfnisse von Fußgänger:innen in Planungen stärker zu berücksichtigen. Wir Grüne haben in der Bezirksvertretungs-Sitzung vom 15.6.2022 beantragt, auch für die Donaustadt einen Masterplan Gehen zu erstellen. Die Entwicklungskommission hat den Antrag mit dem Verweis auf die „Phase zwei“ offengelassen. Jedenfalls müssen in den Masterplan die Ergebnisse einer Schwachstellen-Analyse für das Zu-Fuß-Gehen einfließen. Wir bleiben dran.

Gehsteige

Wichtige Voraussetzungen für das Zu-Fuß-Gehen sind die Gehsteige. Sie müssen vorhanden, ausreichend breit und nicht verstellt sein. Hier gibt es noch viel Verbesserungspotential.

Sichere Schutzwege und Kreuzungen

Ausreichende Schutzwege für das sicheren Überqueren von Straßen bilden eine Grundvoraussetzung für das Zu-Fuß-Gehen. Leider werden unsere Vorschläge für neue Schutzwege immer wieder abgelehnt. Bei einigen ampelgeregelten Schutzwegen ist die Grün-Phase (auch unter Berücksichtigung der „Räumphase“) für Fußgänger:innen so kurz, dass es selbst mit flottem Schritt schwierig ist, den Schutzweg innerhalb der vorgesehen Zeit zu überqueren. In der Donaustadt gibt es einige für Fußgänger:innen sehr gefährliche Kreuzungen, insbesondere durch die Ampelschaltungen für abbiegende Fahrzeuge. Beispiele sind die Kreuzung beim Donauzentrum, die Kreuzung Stadlauer Straße/Langobardenstraße und die Kreuzung Industriestraße/Erzherzog Karl Straße.

Ampelschaltungen für Schutzwege müssen am Maßstab der höchstmöglichen Sicherheit für Fußgänger:innen ausgerichtet werden – und nicht daran, dass der Autoverkehr möglichst rasch vorankommt!

Mehr Grün im öffentlichen Raum

Mehr Straßenbäume und Grün im öffentlichen Raum sowie Sitzgelegenheiten zum Ausruhen sind wesentlich, um das Zu-Fuß-Gehen attraktiver zu machen. Für alle Generationen und in den zunehmenden Hitzeperioden.

Was kannst du tun?

  • Du kannst Beschwerden über Hindernisse auf Gehwegen über die Sag’s Wien App melden.
  • Du kannst bei Geht doch! Wien, der Initiative für Zu-Fuß-Gehende und für Aktionen im und für den Öffentlichen Raum aktiv werden. 
  • Im Rahmen von LiDo soll die App GehCheck zur Dokumentation der Qualitäten des Fußwegenetzes testweise eingesetzt werden. Hier kannst du Stärken und Schwächen einmelden, die dir auf deinen täglichen Wegen auffallen.
  • Gerne kannst du uns deine Verbesserungsvorschläge an [email protected] übermitteln. Wir bringen laufend Anträge in der Bezirksvertretung ein.
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