GehCheck-App und Masterplan Gehen

Problemstellen
erfassen

Ab sofort stehen bei „LiDo geht“ die Gefahren und Hindernisse im Mittelpunkt beim Zu-Fuß-Gehen in Transdanubien. Mit der GehCheck-App können jetzt alle mithelfen.

Zu-Fuß-gehen in Transdanubien

Das Projekt „Links der Donau geht“ (LiDo geht) der Mobilitätsagentur befasst sich mit dem Zu-Fuß-Gehen in Floridsdorf und der Donaustadt. In der ersten Halbzeit ging es um schöne Strecken und Spazierwege in Transdanubien.
Dazu hat die Mobilitätsagentur in den letzten Monaten einen Kalender mit Spaziergängen eingerichtet und eine Fußwegekarte aufgelegt.

Ab sofort geht es allerdings darum, Hindernisse und Gefahren für das Zu-Fuß-Gehen aufzuzeigen. 

Mach mit beim Geh-Check!

Für die Erfassung von Problemstellen für das Zu-Fuß-Gehen gibt es nun die sogenannte GehCheck-App. Andrea Pelzmann, Bezirksrätin der Donaustädter Grünen erklärt: „Mit der GehCheck-App kann man Gefahrenquellen oder Schwachpunkte beim Zu-Fuß-Gehen in Transdanubien jetzt einfach am Handy eintragen. Damit leistet man einen wichtigen Beitrag dafür, dass in unseren beiden großen Bezirken möglichste viele Problemstellen erfasst werden!“ Alternativ dazu kann man die eigenen Anliegen zum Zu Fuß-Gehen auch mittels Web-Formular abgeben.

Hindernisse für das Zu-Fuss-Gehen

Zu-Fuß-Gehen ist die klimafreundlichste Form der Mobilität, aber oft nicht entspannt möglich. Hindernisse, die du in der GehCheck-App erfassen kannst sind zum Beispiel:

Zugeparkter Gehsteig vor Volksschule als Hindernis für das Zu-Fuß-Gehen
Kein Platz für Fußgänger:innen auf einem Gehsteig vor einer Volksschule
  • fehlende Gehsteige
  • Gehsteige, die zu schmal oder regelmäßig zugeparkt sind
  • Gehsteige, die durch Gegenstände wie Mistkübel verstellt sind
  • fehlende Schutzwege (Zebrastreifen)
  • Ampeln, die zu kurz Grün sind
  • Ampeln mit für Fußgänger:innen ungünstigen oder gefährlichen Schaltungen

LiDo-Treffen in großer Runde

Der neue Themenschwerpunkt bei „LiDo geht“ wurde mit einer imposanten Runde an Expert:innen und vielen Interessierten am 16.11.2022 in der VHS Kulturgarage in der Seestadt eingeleitet. „Ein geschickter Schachzug der Projektverantwortlichen“, stellt Ursula Hofbauer, Bezirksrätin der Floridsdorfer Grünen, fest: „Der Standort war von der U2-Station Aspern Nord nur über eine gefährliche Strecke auf der Fahrbahn ohne Gehsteig und mit etlichen vorbeirasenden Autos zu erreichen. Damit wurden die Teilnehmer:innen gleich mit der harten Realität konfrontiert, die wir hier in Transdanubien zum Teil leider haben. Denn laut Google Maps gilt diese Strecke als Fußweg!“

Masterplan Gehen für Donaustadt und Floridsdorf

Wolfgang Orgler, Klubobmann der Donaustädter Grünen, freut sich, dass jetzt auch Transdanubien beim Masterplan Gehen an der Reihe ist. Er erklärt: „Einige Wiener Bezirke haben mit Unterstützung der Mobilitätsagentur bereits einen Masterplan Gehen entwickelt. Ich bin absolut beeindruckt von der fachlichen Expertise und dem wissenschaftlichen Aufwand, der diesem Projekt zugrunde liegt. Wir Grüne unterstützen das Vorhaben 100%ig!“

Dennoch bleiben wir Floridsdorfer und Donaustädter Grünen vorerst nur vorsichtig optimistisch. Heidi Sequenz, Gemeinderätin und Mobilitätssprecherin der Wiener Grünen, erklärt: „Letztendlich bleibt abzuwarten, wie viel vom Masterplan Gehen tatsächlich in Transdanubien umgesetzt wird. Vor allem, ob es bei der Umsetzung wieder einmal nur bei den einfachen und kostengünstigen Maßnahmen bleibt, die niemanden wehtun, oder ob es diesmal auch Mut zu essentiellen Verbesserungen gibt. Wir Grüne bleiben jedenfalls an dem Thema dran!“

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