Frauentag 2022

Frauen bei einer Demonstration

Klimaschutz ist weiblich

Der Klimawandel verschärft weltweit bestehende Ungleichheiten: jene zwischen dem Norden und dem Süden und jene zwischen den Geschlechtern. Laut Vereinten Nationen sind Frauen stärker von der globalen Klimakrise betroffen als Männer. Dass der Kampf für Klimaschutz von vielen Mädchen und Frauen angeführt wird, scheint eine logische Konsequenz.

Frauen in der Umweltbewegung

In den 1970ern waren es Amerikanerinnen, die gegen Giftmüll und Smog auf die Straße gingen. In den 1990ern kämpfte Vandana Shiva mit der von Frauen getragenen Chipko-Bewegung gegen massive Abholzungen durch Konzerne in Indien. Viele weitere Umweltbewegungen gingen von Frauen aus.

Frauen im Klimaschutz

Auch die Klimaschutzbewegung ist überwiegend weiblich. Laut einer Befragung waren beim ersten internationalen Klimastreik 70 Prozent der 1,6 Millionen Streikenden weiblich. Die Bewegung Fridays for future (FFF) wird von Mädchen und Frauen geprägt. Greta Thunberg ist das weltweit bekannteste Gesicht. In Österreich hat Katharina Rogenhofer FFF Österreich mitbegründet. Das Klimaschutzvolksbegehren, das sie auf den Weg gebracht hat, hat 380.000 Unterschriften erhalten.

So wie sich auffallend viele Frauen für den Schutz des Klimas einsetzen, so sind es oft konservative Männer, die Aktivistinnen verhöhnen, manchmal sogar bedrohen. Sich um den Planeten zu kümmern, wird gerne mit der „Care-Arbeit“ von Frauen in Familien und Gesellschaft verglichen und im gleichen Zug abgewertet. Doch konsequenter Umwelt- und Klimaschutz ist die Voraussetzung für ein Überleben der Menschheit auf diesem Planeten. Wer sich dafür einsetzt, verdient höchste Achtung und Unterstützung.

Lobau bleibt

In der Donaustadt setzt sich Jutta Matysek mit ihrer Initiative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ seit vielen Jahren unermüdlich gegen das Projekt der überdimensionierten „Stadtstraße“ Aspern ein. Martha Krumpeck von Extinction Rebellion demonstriert mit Hungerstreiks gegen den Ökozid und gegen die Straßenprojekte. Der Widerstand gegen neue Autobahnen steht im Fokus der Bewegung „Lobau bleibt“. In dieser Bewegung sind viele junge Frauen mit großem Einsatz engagiert, wie Lena Schilling, Sprecherin des Jugendrates. Für den Einsatz dieser engagierten Frauen für Klimaschutz und eine Mobilitätswende bedanken wir uns – nicht nur am Frauentag, sondern an jedem Tag des Jahres.

Links:

https://klimavolksbegehren.at/

https://nobau.wien

https://lobaubleibt.at/

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