Bezirkegruene.at
Navigation:

Heidi Sequenz

Gemeinderätin
„Den Gedanken 'Da kann man halt nichts machen...' gibt es für mich nicht.“
Heidi Sequenz
Heidi Sequenz war von 2010 bis 2020 Klubobfrau der Grünen Donaustadt. 2020 schaffte sie das Grundmandat im Wahlkreis Nord-Ost und wurde in den Wiener Gemeinderat gewählt. 
Du wurdest nach nur drei Jahren Lokalpolitik bei den Grünen schon Klubobfrau der Grünen Donaustadt, noch dazu in einem Wahljahr. Eine große Aufgabe?

Ich liebe es was Neues anzugehen und ich freue mich ehrlich auf diese Aufgabe. Ein erfahrener Gemeinderat hat mal zu mir gesagt, als LehrerIn bringst du alle Voraussetzungen für die Politik mit...

Womit bist du als Grüne Lokalpolitikerin hauptsächlich befasst?

Die meisten Schreiben bekommen wir zu Verkehrsthemen. Die BürgerInnen fordern verkehrsberuhigende Maßnahmen, 30km/h-Zonen, Beschränkung für LKW Fahrten etc. Die aktivsten Bürgerinitiativen im Bezirk kämpfen gegen die Lobauautobahn und gegen die geplante vierspurige Stadtstraße quer durch die östliche Donaustadt. Das andere große Thema sind Flächenwidmungen, viele BewohnerInnen haben großes Unbehagen gegenüber der rasanten Bautätigkeit im Bezirk.

Ziemlich große Brocken. Was ist hier die Linie der Grünen?

Natürlich begrüßen wir es, wenn engagierte BürgerInnen sich für die Erhaltung ihrer Lebensqualität einsetzen. Diese Art von Politik ist nicht weniger wichtig als die Parteipolitik. Beim Wohnbau ist es eine Gratwanderung zwischen Grünräume erhalten und der Schaffung leistbaren Wohnraums. Wer die Mieten in anderen europäischen Hauptstädten kennt, weiß, wie wichtig dieses Ziel für den sozialen Frieden ist. In der Verkehrspolitik gilt es attraktive Öffis zu schaffen, um den Umstieg von der teuersten aller Mobilitätsformen – allein in einem Auto zu fahren – zu erleichtern. Verkehrspolitik geht aber einher mit Stadtplanung, die Zersiedlung der Donaustadt war der Grundfehler. In Siedlungen mit ein paar Hundert Menschen werden keine Geschäfte oder Supermärkte einziehen, das rechnet sich einfach nicht. Die Leute müssen dann zum Einkaufen ins Auto steigen. Weiters zwingt das Fehlen von Arbeitsplätzen in diesem riesigen Bezirk viele Donaustädter zum Auspendeln.

Was machst du abseits der Politik?

Heidi Sequenz: Ich unterrichte Englisch/Sport und Geschichte am RBG Theodor Kramer Straße und bin Trainerin am BFI. Meine wenige Freizeit verbringe ich am liebsten an der Alten Donau. Ausgestattet mit einem guten Buch und einem Laptop gibt es keinen besseren Platz auf der ganzen Welt um sich zu entspannen, aber auch arbeiten. Ja, und ich reise gerne, aber liebsten in Afrika. Dabei entstehen wunderbare Fotografien und Geschichten.