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Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an Anni Haider (1902-1990)

März 2017
22
Mittwoch
Ort:
Werkl im Goethehof
Schüttaustraße 1
1220 Wien
Zeit:
19:00 Uhr
Anmeldung unter: heidi.sequenz@chello.at


Am 12. Februar 1934 kämpfen im Wiener Goethehof Schutzbündler gegen die faschistische Heimwehr. Unter ihnen ist eine junge Frau, Anni Haider, Textilarbeiterin und politische Aktivistin. Als immer klarer wird, dass der Kampf verloren ist, deckt sie mit dem Maschinengewehr den Rückzug der fliehenden Männer. Verletzt und von der Polizei gesucht, verbirgt sie sich daraufhin einige Tage im damaligen Überschwemmungsgebiet der Donau, bis ihr aus der nahe gelegenen Armensiedlung „Brettldorf“ Hilfe angeboten wird.

Die Historikerin Karin Berger, die Anni Haider mit dem Film „Tränen statt Gewehre“ ein Denkmal setzte, wird nach der 20-minütigen Filmvorführung weitere spannende Geschichten aus dem Leben dieser beeindruckenden Frau erzählen.

In einer Zeit, da in mehr und mehr Ländern demokratische Rechte abgebaut werden und autoritäre Regime erstarken, hat dieser Film besondere Aktualität: 1934 unternahm die österreichische ArbeiterInnenbewegung den Versuch, dem Faschismus aktiv entgegenzutreten - besonders im Wien nördlich der Donau.

Die „Überparteiliche Gedenkplattform Transdanubien“ wurde Ende 2011 gegründet, der Anlass war die Weigerung der FPÖ Donaustadt eine Straße im Bezirk nach Anne Frank zu benennen.​