Wagramer Straße NEU

Linie 22A - Haltestelle Steigenteschgasse aufgelassen

Wagramer Straße NEU

Bezirksrat Manfred Zlamala hat der Zeitung Grünraum Kagran/Hirschstetten eine Interview zur umgestalteten Wagramer Straße gegeben.

Grünraum Kagran/Hirschstetten: Manfred, du wohnst ja in der Nähe der bereits umgestalteten Wagramer Straße zwischen Siebeckstraße und Kagraner Platz. Was sagst du zum Ergebnis?

Manfred: Ja, da gibt es Einiges was mir ganz gut gefällt, aber es gibt auch ein paar Versäumnisse.

Grünraum Kagran/Hirschstetten: Was gefällt dir?

Manfred: In erster Linie ist hier der Lückenschluss des Radweges zwischen dem Donau Zentrum und dem Kagraner Platz zu erwähnen, wobei hier spätestens beim Am Langen Felde stadtauswärts nicht ganz klar ist, warum die Straßenseite gewechselt werden muss. Hier ist auf alle Fälle Luft nach oben. Auch die Pflanzung der vielen Bäume entlang des umgebauten Abschnitts ist sicher positiv für das Mikroklima entlang der Wagramer Straße. Die Ausgestaltung mit den vielen Sitzmöglichkeiten inklusive Beschattung vor allem im Bereich zwischen Czernetzplatz und Steigenteschgasse ist wirklich gelungen.

Grünraum Kagran/Hirschstetten: Was kritisierst du an der Umsetzung?

Manfred: Es ist mir nicht ganz verständlich warum nicht gleich versucht wurde, die Anzahl der Fahrspuren auf der Wagramer Straße zu verringern bzw. gleich eine Busspur für den 22A zu integrieren. Stattdessen wird das Intervall des 22A zwischen Kagraner Platz und U1 Kagran verringert und die Haltestelle bei der Steigenteschgasse nicht mehr eingehalten.

Grünraum Kagran/Hirschstetten: Stichwort Haltestelle Steigenteschgasse – da ist es ja zu einem gewaltigen Aufschrei in der Bevölkerung wegen der Nichteinhaltung der Haltestelle gekommen – kannst du uns Näheres dazu sagen?

Manfred: Ja, wir haben bereits gerüchteweise vor Beginn des Umbaus der Wagramer Straße erfahren, dass der Bezirksvorsteher die Einhaltung der Haltestelle nicht mehr will. Angeblich gibt es die Befürchtung, dass ungeduldige Autofahrer:innen den Bus links überholen und dann für das Rechtsabbiegen vor dem haltenden Bus rüberschneiden. So könnten sie Radfahrer:innen und Zufußgehende gefährden.

Grünraum Kagran/Hirschstetten: Ist das nicht ein überzeugendes Argument?

Manfred: Nicht wirklich, weil es gibt in Wien Bushaltestellen, die genau die gleiche Problematik haben, aber trotzdem so errichtet wurden. Außerdem hätte es genug Möglichkeiten gegeben, das anders zu planen. Es gibt sogar einen Anwohner, der Architekt ist und einen entsprechenden Vorschlag mit Busbuchten als Haltestellen dazu ausgearbeitet hatte. Bürgerbeteiligung ist im 22. Bezirk aber so gar kein Instrument, das auch eingesetzt wird. Was sehr schade ist, weil einiges möglich wäre und auch zusätzliche Bedürfnisse abgedeckt werden könnten.

Grünraum Kagran/Hirschstetten: Welche Bedürfnisse diesbezüglich gibt es noch?

Manfred: Es gibt entlang der Strecke einige Orte, die dem Gesundheitswesen dienen. Diese werden vor allem von älteren und gebrechlichen Personen aus der Umgebung aufgesucht. Diese Personen sind von dieser Haltestelle abhängig, wie auch Schüler:innen, die diverse Schulen entlang der Strecke besuchen.

Grünraum Kagran/Hirschstetten: Gibt es hier Bestrebungen eine Verbesserung herbeizuführen?

Manfred: Ja, es gibt bereits mehrere einstimmige Beschlüsse der Bezirksvertretung diese Haltestelle wieder anzufahren und wir werden weiter Druck machen, dass das auch passiert, weil oft sagt eine Bezirk „Ja“ und die Stadt sagt aber weiterhin „Nein“ – da bleiben wir dran!

Grünraum Kagran/Hirschstetten: Vielen Dank für das Interview!