Weltfrauentag 2026 – Frauen die den Bezirk prägen
Zum Weltfrauentag 2026 holen wir Frauen aus Transdanubien vor den Vorhang.
Viele Frauen leisten Großes – oft leise, oft selbstverständlich.
Zum Weltfrauentag 2026 am 8. März machen wir Frauen sichtbar, die den 21. uns 22. Bezirk mit Engagement, Haltung und Herz prägen. Wir stellen diese beeindruckenden Frauen vor, mit ihren Anliegen, ihren Projekten und ihrem ganz persönlichen Bezug zu Transdanubien.
Mehr über diese tollen Frauen findest du auf Instagram.
Verena huber

Mit der von ihr gegründeten Kulturinitiative ROOMING INN schafft Verena Huber im Bezirk offene Räume, in denen sich Menschen treffen und austauschen können – ganz ohne Konsumzwang. Ein Beispiel ist ein bisher leerstehender Kindergarten im 22. Bezirk, der nun für die gemeinschaftliche Nutzung geöffnet wurde. Verena setzt sich für eine Stadt ein, in der sich die Menschen gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.
„Diese Stadt muss spielbar werden, um demokratische Räume zu schaffen, in denen Kinder und Kultur in geteilter Fürsorge gedeihen.“
Verenas Lieblingsort im Bezirk ist das Living Lab in Hirschstetten. Aus einem leerstehenden Kindergarten entsteht dort ein Ort für Kinder, Familien und die Nachbarschaft. An diesem Ort wird im Kleinen gezeigt, wie Stadtleben gut funktionieren kann: Menschen treffen sich, tauschen sich aus und kümmern sich umeinander. Verena wünscht sich solche Orte für alle Bezirke und für alle Kinder in Wien – besonders auch, weil sie selbst Mutter von drei Kindern ist.
Gabriele Schellig

Gabriele Schellig ist Mieterbeirätin und betreibt seit 16 Jahren den Verein „Treffpunkt Ruthnergasse“. Alle Kosten für das Vereinslokal finanziert sie selbst aus ihrer eigenen Pension. Mit seiner monatlichen Grätzlzeitung „Die RUGA“ informiert der Verein über Nützliches und Interessantes aus der Nachbarschaft und sorgt für Zusammenhalt.
Ob Hilfe bei Problemen mit der Wohnung, Unterstützung für Wünsche im Wohnumfeld, Flohmarkt für Kleidung und Haushaltsgegenstände, Hilfe gegen Trickbetrüger, Unterstützung bei Schwierigkeiten mit dem Handy oder einfach Zuhören – im Treffpunkt Ruthnergasse ist jede:r willkommen.
Unentgeltlich, ohne Anmeldung, niederschwellig.
„Ich wünsche mir, dass Leute Hilfe finden in ihrer unmittelbaren Umgebung und dass sie dafür nicht lange suchen müssen.“
Gabriele Schellig sorgt mit drei Hochbeeten im Hof ihres Gemeindebaus für Freude – für sich und ihre Nachbar:innen. Im Sommer erblühen sie zu einem kleinen Bienengarten voller Blumen, Schmetterlinge und summendem Leben. Immer wenn sie die Wohnung verlässt, hat sie ihre Wasserflasche mit dabei, um am Weg in die RUGA noch schnell ihre Pflanzen zu gießen.
Mit drei Hochbeeten im Hof ihres Gemeindebaus sorgt Gabriele im Hof ihres Gemeindebaus für Freude. Im Sommer erblühen sie zu einem kleinen Bienengarten voller Blumen, Schmetterlinge und summendem Leben.
Bianca Steinlechner

Bianca Steinlechner betreut mit ihrem kleinen Team seit März 2022 einen Offenen Kühlschrank in der Gebietsbetreuung am Schlingermarkt. Hier können alle Lebensmittel hineingeben, die nicht mehr gebraucht werden bzw. nicht mehr verkauft werden können. Jede/r kann diese kostenlos abholen und mitnehmen.
„Ich möchte, dass der Offene Kühlschrank weiterhin so erfolgreich genutzt wird. Und dass sich noch mehr Leute für diese freiwillige Arbeit bei uns engagieren – das ist ein Gewinn für uns alle.“
Der Lieblingsort für Bianca Steinlechner ist der Wasserpark in Floridsdorf.
Hier verschmelzen für sie Spaß und Entspannung für Groß und Klein. Umgeben von Grün- und Wasserflächen findet sie schattige Ruheplätze unter Bäumen zum Träumen und Kraft tanken.
Ursula Napravnik

Die Kulturmanagerin Ursula Napravnik sorgt für Diversität im kulturellen Leben Floridsdorfs. Neben Literatur und Musik in der Likörstube geht es ihr auch darum, die Geschichte von Floridsdorf hör- und sichtbar zu machen, wie z.B. im Projekt SchlingerHeroes zum 90. Jahrestag der Februarkämpfe im Schlingerhof.
„Ursulas Wunsch: Wertschätzung und stärkere Förderung feministischer Kultur im Bezirk, die Einhaltung von Fairpay-Richtlinien für Künstler:innen und eine 50%-Frauen- bzw. FLINTA-Quote“
Lieblingsorte von Ursula sind im Sommer die Alte Donau und die Eissalons sowie die Likörstube im Winter. Es freut sie, dass „der letzte Brandineser“ Floridsdorfs nun auch über den Bezirk hinaus als expandierender Kulturort gewürdigt wird
Gabi Tupy

Gabi Tupy engagiert sich seit vielen Jahren für einen grünen und lebenswerten Bezirk. Ob Landschaftsschutzgebiet Floridsdorf, „Wilde Rauke“, „Paradeisgartl“, das Hufnagl oder der Chor „Gemischter Satz“: sie bringt Menschen zusammen und setzt Impulse für Natur, Kultur und Nachbarschaft.
„Mit der Natur sorgsam umgehen – das ist für mich Verantwortung.“
Der Bisamberg ist Gabis Lieblingsort im Bezirk. Ein Spaziergang dort macht sie ehrfürchtig und demütig – er erinnert daran, wie wertvoll und schützenswert unsere Natur ist.
Jutta Matysek

Seit über zwei Jahrzehnten setzt sich Jutta Matysek konsequent gegen die Lobau-Autobahn und weitere geplante Autobahnprojekte im Nordosten Österreichs ein. Mit Sachlichkeit, Ausdauer und großer Präsenz informiert sie über die negativen Auswirkungen auf Verkehr, Klima, Boden und Natur. Wo immer Menschen bereit sind zuzuhören und zu diskutieren, sucht sie das Gespräch.
„Mich für diese wilde Schönheit und diesen einzigartigen Artenreichtum einzusetzen, macht mich glücklich.“
Schon seit ihrer Kindheit liebt Jutta die wilde Landschaft der Lobau und ihren besonderen Artenreichtum. Ihr Engagement für den Schutz der Lobau ist daher auch persönlich verwurzelt – getragen von der Überzeugung, das Natur, Lebensqualität und Verantwortung untrennbar zusammengehören. Der Einsatz für dieses einzigartige Gebiet verbindet sie mit vielen engagierten Menschen im Bezirk.
Eva maria Greis

Eva Maria Greis prägte über mehrere Jahre maßgeblich das kulturelle Leben im Grätzel. Mit dem Format Kultur im Wohnzimmer initiierte sie ein niederschwelliges Literaturangebot, das Lesungen bewusst in private Räume verlagert. Sowohl Nachwuchsautor:innen als auch etablierte Schriftsteller:innen erhielten hier eine Plattform für Austausch und Präsentation abseits klassischer Veranstaltungsorte. Nach sechs Jahren legte Eva Maria Greis die Patronanz zurück, um sich neuen Projekten zu widmen.
„Wenn du schon in den Seilen hängst, solltest du die Chance nutzen und erst einmal ausgiebig schaukeln.“
Aktuell organisiert sie unter dem Titel „Dies und DAS in Essling“ ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm – von Kochclubs und Wiener Liederabenden über Reiseberichte bis hin zu Workshops. Ziel ist es, Menschen in einem von Zuzug geprägten Gebiet zu vernetzen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Eva Flehschurz

Die gebürtige Donaustädterin Eva Flehschurz lebt seit 1988 im Bezirksteil Essling. Hier ist sie überall dort anzutreffen, wo Kreativität und helfende Hände gefragt sind. Mit den in ihrem Grätzl tätigen Vereinen und Initiativen, die allesamt das Ziel haben, den Stadtrand (kulturell) zu beleben, ist sie bestens vernetzt und immer wieder Teil der vielen Projekte. Manchmal gerne auch nur als Gast, um dabei alte Bekanntschaften aufzufrischen oder neue zu machen. Menschen zusammen bringen und den einen oder die andere vor Einsamkeit zu bewahren ist ihr ein großes Anliegen.
„Natur pur, ohne Hast und ohne Uhr, wirkt wie eine kleine Gesundheitskur.“
Das Schreiben und das Lesen ist früh das Fach von Eva Flehschurz gewesen. Denn schon seit Kindesbeinen, befasst‘ sie sich mit dem geschriebenen und gelesenem Wort. Deshalb hat sie sich 2018 auch einen Traum erfüllt und berufsbegleitend eine Ausbildung als Schreibpädagogin absolviert. Neben ihren zahlreichen kleineren und größeren schreibenden und lesenden Projekten leitet sie seit über sechs Jahren die Gruppe der Esslinger Schreibfreu(n)de.
www.buchstabenaneinanderreiherei.at
Dubravka Maestro

Dubravka Maestro betreibt in der Pragerstraße 8 einen der besten Eissalons in Wien.
Aus möglichst regionalen und natürlichen Zutaten bereitet sie fantastisches Eis, das nicht nur den Floridsdorfer:innen hervorragend schmeckt, sie hat auch schon internationale Preise damit gewonnen. Preisverdächtig ist aber auch ihr soziales Engagement.
„Ich wünsche mir, dass sich Floridsdorfer Geschäftsleute zusammentun um gemeinsam mehr Gutes bewirken zu können.“
Sie hat ein großes Herz für benachteiligte Menschen, besonders für Kinder. So unterstützt sie immer wieder mit speziellen Aktionen z.B. Bildungs- und Entwicklungshilfeprojekte, auch das ganze Trinkgeld wird gespendet. Aber auch außerhalb der regulären Eis-Saison organisiert Dubravka Unterstützung für Menschen, die nicht auf der Butterseite des Lebens gelandet sind, die gesamten Einnahmen der Aktion ‚Weihnachtseis für einen guten Zweck‘ gehen an Vereine, die sich um Menschen mit Behinderung kümmern. Dubravka versucht auch (bisher leider vergeblich), weitere Floridsdorfer Geschäftsleute für gemeinsame Aktionen zu gewinnen.
Mehr zur Frauenpolitik der Grünen Wien